Sie haben einen Trauerfall?

 

Gott wird abwischen
alle Tränen
von ihren Augen,
und der Tod
wird nicht mehr sein.
(Offenbarung 21, 4)

Das Sterben ist Teil unseres Lebens. Gutes Abschiednehmen von Sterbenden – das erleben Angehörige immer wieder – erleichtert die eigene Trauer und den Weg zurück ins Leben ganz erheblich. Einfach ist dieser Weg trotzdem nicht. Die Schwere einer Krankheit, die Dauer der Leiden, tägliche Ungewissheiten stellen für Sterbende und für Begleitende gleichermaßen hohe Herausforderungen dar.

Wir vom evangelischen Pfarramt helfen gerne. Wir kommen zum Gespräch, zum Krankenabendmahl oder zum Sterbesegen ins Haus. Manchmal kann auch die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter vom Besuchsdienst helfen, insbesondere dann, wenn eine Beziehung gewachsen ist. Spezielle Schwerstkranken- und Sterbebegleitung und dadurch auch Entlastung für Angehörige bietet der ökumenische Hospiz-Dienst an. Kontaktadresse bitte übers Pfarramt erfragen.

 

Was ist nach dem Tod eines Angehörigen zu tun?

 

• Rufen Sie den Arzt zur Feststellung des Todes.

• Bitte lassen Sie sich Zeit, vom Verstorbenen Abschied zu nehmen. Gerne kommt Pfr. Stahl (Tel. 6402) auch zu Ihnen ins Haus um Ihrem Angehörigen den Sterbesegen mitzugeben und eine kleine Abschiednahme im Trauerhaus zu gestalten. Sie dürfen Ihren Angehörigen bis zu 48 Stunden nach dem Tod zu Hause behalten. Schmücken Sie das Sterbezimmer mit Blumen und einer Kerze. Angehörige, Freunde und Nachbarn können mit Ihnen zusammen Abschied nehmen.

• Nehmen Sie Kontakt mit einem Beerdigungsinstitut auf, das Sie über die nächsten Schritte informiert und den Termin für die Beerdigung mit dem Pfarrer vereinbart.

• Nach dem Bekanntwerden des Todesfalls läutet um 9:00 Uhr die Betglocke der Martinskirche um die Gemeinde zur Fürbitte für die Angehörigen zu rufen. Sie sollten wissen, dass die Bestattung im Schaukasten an der Kirche bekannt gegeben und am Sonntag vor oder nach der Beerdigung im Gottesdienst für die Angehörigen gebetet wird.

• Zum Trauergespräch besucht Sie der Pfarrer in der Regel zu Hause. An diesem Gespräch können auch andere Familienangehörige oder Freunde teilnehmen, die sich betroffen fühlen. Der Pfarrer hat Zeit für Sie, um alle Ihre persönlichen Fragen zu besprechen. In diesem Gespräch werden auch die Details der Bestattung vereinbart. Vielleicht gibt es ein biblisches Wort oder ein Lied, das Sie oder der/die Verstorbene sich für den Abschied auf dem Friedhof wünschen. Der Konfirmationsspruch der verstorbenen Person wird häufig der Traueransprache zugrunde gelegt. Es ist gut, wenn Sie ihn bereitlegen. Auch Liedverse oder Gebete, die für den Verstorbenen oder die Verstorbene von Bedeutung waren, können in den Gottesdienst mit einbezogen werden. Auch die Frage der musikalischen Begleitung wird in aller Ruhe geklärt.

Die Zeit für Trauerfeiern ist in aller Regel um 13:00 Uhr in der Friedhofskapelle.
Sie werden, wenn erwünscht, weitere Gespräche auch nach der Beerdigung miteinander vereinbaren können und Sie werden am Ende des Kirchenjahres am Ewigkeitssonntag schriftlich eingeladen zu einem besonderen Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen in unserer Gemeinde.

Es ist gut, wenn Sie nicht allein bleiben mit Ihrem Schmerz und mit Ihrer Trauer. Lassen Sie es Ihren Pfarrer wissen, wenn Sie weitere Gespräche wünschen oder Anschluss an eine Gruppe suchen.